Die 20 %-Chefs: Führen mitten im Produktionsalltag

Eine Zusatzschicht am Wochenende? Ein kurzfristiger Einsatz in einem anderen Team? Unsere Teamleiter haben den Überblick und halten die Produktion am Laufen. Seit diesem Sommer unterstützt sie das Entwicklungsprogramm «Die 20 %-Chefs» dabei, als Führungskraft zu wachsen. Es findet dort statt, wo Führung entsteht: mitten im Produktionsalltag.

Für die Kromer Print AG ist es eine zentrale Führungsaufgabe, Mitarbeitende zu fördern. Das gilt besonders für die Teamleiter. Sie stehen im Sandwich zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen: Sie sind 20 % Chefin oder Chef und 80 % Arbeitskollegin oder -kollege. Sie führen ihr Team, entscheiden und gestalten in ihrem Kompetenzbereich. Zugleich setzen sie die Ziele der Geschäftsleitung um und arbeiten Seite an Seite mit ihren Mitarbeitenden. Das verlangt Fingerspitzengefühl, besonders bei unbequemen Entscheidungen. Um sie in dieser Rolle zu stärken, hat die Kromer Print AG das Entwicklungsprogramm «Die 20 %-Chefs» gestartet. Die sechs Teamleiterinnen und Teamleiter haben sich im August bereits zum zweiten Mal mit dem CEO, Andy Amrein, ausgetauscht.

Wissen, was die anderen tun

Der Produktionsbetrieb der Kromer Print AG besteht aus fünf Bereichen von der Vorstufe bis zur Logistik sowie dem Produktionsleiter, der die Terminverantwortung trägt. Gute Zusammenarbeit beginnt dort, wo Menschen wissen, was die anderen den ganzen Tag tun.

Hier setzt das Programm an. Es stärkt die Zusammenarbeit. Die Teamleitenden üben, offen zu kommunizieren und richten den Blick über das eigene Team hinaus auf die gemeinsame Verantwortung für den Betrieb. Auch Perspektiven von aussen gehören dazu und erweitern den Horizont der Teilnehmenden. «Wer über den eigenen Bereich hinausschaut», sagt CEO Amrein, «kann mit mehr Weitblick entscheiden.»

Beim zweiten Gruppentreffen im September waren die Teamleitenden zu Gast beim FC Aarau, einem langjährigen Kunden der Kromer Print AG. Sandro Burki, Verwaltungsratspräsident des Fussballclubs und ehemaliger Spieler, Sportchef und CEO, sprach über die Herausforderungen der Personalführung im Profifussball. Gemeinsam überlegten die Teilnehmenden, welche Parallelen sie zu ihrem eigenen Führungsalltag erkennen und was sie vom Profisport lernen können.

Die 20 %-Chefs: Führen mitten im Produktionsalltag - Kromer Print AG

Das nächste Gruppentreffen soll im Gesundheitswesen stattfinden. Dort werden die Teamleiter Einblicke in den Arbeitsalltag einer Branche erhalten, für die sie täglich im Einsatz stehen.

Führen lernt man im Alltag

Gute Führung entsteht nicht an einem Kurstag. Sie entwickelt sich mit jeder Erfahrung. Mit jeder Entscheidung. Deshalb dauert das Programm zwei Jahre. Im ersten Jahr stehen die eigenen Führungsthemen im Zentrum. Im zweiten Jahr lernen die Teamleitenden, über das Team hinaus unternehmerisch zu denken und zu handeln. Die Teilnehmenden tauschen sich monatlich aus. Sie bringen Fälle und Fragen aus ihrem Arbeitsalltag ein und suchen gemeinsam nach Lösungen. Zwischen diesem «Roundtable» bleibt genügend Zeit, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und daraus zu lernen.

Orientierung im Führungsalltag

Bei der ersten Session des Entwicklungsprogramms befassten sich die Teamleitenden mit ihrer Doppelrolle: mitarbeiten und führen. Sie entwarfen einen Verhaltenskodex, den sie im September gemeinsam weiterentwickelten und verabschiedeten. Er soll im Führungsalltag Orientierung geben und die Grundlage für ein einheitliches Handeln schaffen.

Mit dem Entwicklungsprogramm investiert die Kromer Print AG in Menschen, die Verantwortung übernehmen – für sich selbst, für ihr Team und für den ganzen Betrieb. Wer als Führungsperson wachsen will, findet hier den Raum dazu.

Die Menschen hinter der Kromer Print AG

Wer sind die Menschen, die bei Kromer Print täglich ihr Wissen, ihre Erfahrung und ihre Ideen einbringen? In persönlichen Videoporträts erzählen Mitarbeitende aus ihrem Berufsalltag.


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